
Nicht ohne Grund ist das „Deutsche Requiem“ op. 45 von Johannes Brahms seines der meistaufgeführten Werke der Musikgeschichte: Seine unmittelbare Klangkraft, die ausladende Breite und Pflege barocker wie klassischer Techniken sind nur einige Merkmale, die beim Publikum seit jeher eine unmittelbare Wirkung erzielen. Das Werk unterscheidet sich fundamental von den Requiem-Vertonungen anderer Komponisten, denn das Leiden wandelt sich hier spürbar zur Empfindung von Hoffnung und Trost, wodurch die Aspekte christlicher Glaubenstradition mit einem persönlichen Humanismus musikalisch verbunden werden.
Normalerweise von gemischten Oratorienchören musiziert erklingt diese gewaltige Musik der Romantik mit dem Windsbacher Knabenchor in einer selten gehörten Intensität, denn die juvenile Frische der Knaben- und jungen Männerstimmen nehmen ihr jede Schwere und verwandeln sie in ein leuchtendes Schweben. Verstärkung erhalten sie dabei von ihren Freunden vom finnischen Knabenchor Cantores Minores aus Helsinki. Unter der Leitung des Windsbacher Chorleiters Ludwig Böhme musizieren außerdem die Stuttgarter Philharmoniker sowie Ilse Eerens (Sopran) und Daniel Ochoa (Bass).
Neben dem Deutschen Requiem kommen von Johannes Brahms die Tragische Ouvertüre d-Moll op. 81 sowie die Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“ op. 81 zur Aufführung.